Ökologische Plattform bei der LINKEN
Was wir wollen:
Wir, die Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Plattform sind uns dessen bewusst, dass Reparaturen am herrschenden kapitalistischen Profitsystem für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit nicht mehr ausreichen. Notwendig ist eine sozialökologische Systemwende im Verbund mit einer generationen- und kontinentübergreifenden sozialen und ökologischen Gerechtigkeit. Wir wissen, dass immer mehr Menschen in Deutschland und in der Welt das infolge der unermesslichen Umweltschäden und der nicht mehr beherrschbaren Klimaveränderungen ebenso sehen. Die bedenkenlose Ausbeutung der Natur und der Völker der dritten Welt durch die reichen Industrienationen muss beendet werden.
Die in Deutschland regierenden Parteien sind bisher zu einer Wendepolitik nicht bereit und wohl auch weiterhin dazu nicht willens und in der Lage. Sie müssten gegen ihre Auftraggeber von den Banken und Konzernen regieren.
Die LINKE soll deshalb für alle ökologiebewusten Menschen attraktiv und wählbar sein. Sie kann und muß die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen ins Zentrum ihrer Politik stellen. Denn: Sämtliche anderen Poltikziele können nur noch davon abgeleitete Größen sein.
Der Grat für eine ökosoziale Rettungspolitik ist bereits heute sehr schmal geworden. Der Klimawandel läßt sich nicht mehr stoppen, kann bestenfalls gebremst werden.
Die Plattform will eine Gesellschaft fördern, in der es ein selbstbestimmtes Leben für alle Menschen auf der Erde gibt. Die Werte des Seins sollen über denen des Habens stehen. Besonders die reichen Länder müssen sich mit ihrem Ressourcenverbrauch so verhalten, daß die heutigen den künftigen Generationen in die Augen schauen könnten. Wenn die Menschen heute, besonders in den Industriestaaten, weiter nur zuschauen wie die ökologische Weltkrise immer mehr eskaliert, riskieren wir den Zerfall und einen Untergang der heutigen Zivilisation. Wir bürden unseren Kindern und Enkeln enorme Gefahren für Leben und Gesundheit auf und sehr wahrscheinlich unermessliches Elend.
Ein Kultursystem, das nach dem Prinzip des Nimmersatt in der Ökonomie funktioniert, ist auf einer endlichen Erde nicht zukunftsfähig. Eine nichtkapitalistische, nichtpatriarchale Alternative muss von den Fundamenten her grundlegend neu gedacht und gestaltet werden. Wir brauchen eine Gesellschaft, die auf Herz, Geist und Solidarität gebaut ist, eine neue Lebensweise. Eine Politik, die nur die eigenen sozialen Pfründe im Blick behält und nicht die langfristige soziale Balance im globalen Maßstab, lehnen wir ab.
Wie wir arbeiten:
Jeder handelt an seinem Platz verantwortlich und bringt sich mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen ein. Bei regelmäßigen Treffen stimmen wir Positionen und Aktivitäten ab. Wer sich mit einem Thema intensiv beschäftigt hat, kann Diskussionen organisieren und Beiträge in unserer Zeitschrift veröffentlichen. Auch Sympathisanten und Aktive aus Umweltverbänden sind bei uns wilkommen.
Wer mitwirken und mitarbeiten will melde sich bitte.